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HDR Fotografie

17.4.2008

Seit einiger Zeit faszinierten mich HDR Bilder im Internet. (Tolle Wallpaper mit hoher Auflösung gib es z.B. hier.) Vor ein paar Tagen wollte ich es schliesslich wissen und habe mich etwas schlau gemacht. Hier ein kurzer Klau aus Wikipedia:

High Dynamic Range ist eine diffuse Bezeichnung für ein sehr hohes Kontrastverhältnis in einem Bild. Dieses liegt bei einem normalen Bild, einem sog. LDRI (Low Dynamic Range Image), bei ca. 10.000:1 (chemische Photographie) bzw. 1000:1 (Digitalphotographie), bei einem HDRI (High Dynamic Range Image) eigentlich beliebig hoch, in der Regel bei ca. 200.000:1. HDR-Bilder besitzen keinen absoluten Weißpunkt wie dies zum Beispiel bei JPEG-Bildern, welche für das Internet bestimmt sind, definiert ist. Die Helligkeitswerte können an die vorhandenen physikalischen Werte des fotografierten Objektes angelehnt sein, welche mit der Darstellung auf einem Monitor oder auf Papier zunächst nichts zu tun haben. Das heißt aber auch, dass man nicht alle Intensitäten auf normalen Monitoren richtig darstellen kann. Dazu benötigt man spezielle HDR-Displays. Man kann jedoch einen Eindruck von HDR-Bildern auf normalen Monitoren gewinnen, indem man ein sog. Tone-Mapping-Tool benutzt, um die High Dynamic Range in einen Helligkeitsbereich innerhalb des darstellbaren Kontrastes aufzulösen.

Wie die obenstehenden Zahlen (10.000:1 Kontrastumfang bei chemischer Photographie, 1000:1 bei Digitalphotographie) andeuten, war es dieser Dynamikumfang, der bisher den großen Vorteil analoger Photographie gegenüber ihrem digitalen Pendant auszeichnete. Gegenüber Film waren bis zum kürzlichen Aufkommen von HDR bei digitalen und Videobildern viele Bildbereiche zumeist stark über- und unterbelichtet bzw. war die Gefahr dafür wesentlich größer, sodass auch die Lichtverhältnisse während der Aufnahme eine wesentlich größere Rolle spielten als beim chemischen Film, um ein ausgewogen belichtetes Bild zu erzielen.

Der große Dynamikumfang von HDR wird ermöglicht, indem z. B. mehrere Aufnahmen mit verschiedener Belichtung gemacht und danach zusammengesetzt werden, wobei für jeden unterschiedlichen Helligkeitsbereich des Bildes die optimal belichtete Version verwendet wird, sodass Über- und Unterbelichtung stark reduziert werden. Damit entspricht der daraus resultierende Dynamikumfang von HDR-Bildern noch mehr dem des menschlichen Auges als beim bisherigen Spitzenreiter, dem chemischen Film, sodass durch die optimale Belichtung, anders als bei der herkömmlichen, vergleichsweise blassen Digitalphotographie und Video, u. a. auch sattere, natürlichere und organischere Farben entstehen, wie man es vom chemischen Film gewohnt ist...


Also nun noch einmal ganz kurz:

Es werden 3 (oder mehr) Fotos des gleichen Gegenstandes geschossen, die mit unterschiedlichen Belichtungen unter- und überbelichtete Exemplare der gleichen Szene darstellen. Sodann errechnet das Programm ein HDR Foto, das jedoch nicht vollständig auf einem Monitor dargestellt werden kann, denn die Dynamik des Fotos ist höher als die des Monitors. Im zweiten Schritt wird über „Tone Mapping“ wieder ein Bild erzeugt, dessen Dynamikumfang dem des Monitors entspricht. Das „Tone Mapping“ lässt dem Anwender viel Spielraum und ist der eigentliche kreative Teil dieser Arbeit.

Brauche ich nun eine neue Kamera, die automatisch 3 Folgen einer Szene erstellt? Von wegen, meine schon ziemlich betagte SONY DCR-F828 kann das auch! Leider allerdings mit einem maximalen Blendenunterschied von +/-1. Besser wäre +/- 2 gewesen...Also noch die Software „Photomatix Pro“ für meinen Mac besorgt (gibt‘s auch für M$-Windoof) und los gings. 


Hier ein paar Beispiele aus dem Web, wie das ganze funktioniert...

Hier die ersten HDR-Bilder von mir.



©  Olaf Goette 2008 - 2018