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28. & 29.5.2018 - Anreise

28.5.2017 – Anfahrt zum Hotel

 

Am Sonntag wachten wir natürlich wie üblich um 06:00 Uhr bereits auf. Als erstes gab es eine gemütliche Tasse Kaffee auf unserer Dachterrasse. Seit Freitag herrscht bei uns Hochsommer mit Temperaturen zwischen 25°C und knapp 30°C. Heute Morgen war es nicht ganz so warm als an den Morgen davor und bewölkt. Gegen 11:00 Uhr war zudem der Durchzug einer Gewitterfront vorhergesagt.

Nach dem Kaffee ging es dann ans finale Packen. Vieles hatten wir schon am Tag vorher vorbereitet und daher waren wir schnell fertig. Als der große Koffer geschlossen war, wollte ich ihn mit der Kofferwaage, die ich mal von Gundel und Seppl geschenkt bekommen hatte, wiegen. Fehlanzeige: Die Skala ging nur bis 30kg. Also rauf auf die normale Körperwage. Mal mit, mal ohne Koffer. Gewicht so knapp 35kg. Aufgeben würden wir nur noch das Beauty Case von Tina, das ca. 8kg auf die Waage brachte. Macht zusammen 43kg. Alles chakko, denn wir hatten 50kg Freigepäck.

Gegen 11:00 Uhr ging’s dann los nach Hannover. Das Gewitter war mit nur wenigen Tropfen und ohne einen einzigen Blitz durchgezogen. Zunächst ging es auf der B3 nach Süden Richtung Soltau. Dann wollte ich eigentlich wie immer quer durch das Herz der Lüneburger Heide bis nach Bispingen und dort auf die A7. Mein Navi zeigte aber einen fetten Stau an und leitete uns durch Soltau bei Dorfmark auf die Autobahn.

Auf der Gegenfahrbahn war ein kilometerlanger Stau und auch auf unserer Seite war der Verkehr sehr dick. Wo 120 km/h erlaubt waren, zuckelten wir teilweise mit weniger als 80 km/h durch. Um 12:30 Uhr kamen wir dann im Hotel Maritim an.

Zimmer konnten wir noch keines bekommen. Uns war bekannt, dass man erst offiziell ab 15:00 Uhr einchecken kann, aber im letzten Jahr hatte es auch geklappt. Diesmal nicht, denn in Hannover war eine Messe gewesen und die Zimmermädchen rotierten noch in den Zimmern.

Also gaben wir unser Gepäck zur Aufbewahrung und marschierten in den Wellnesbereich. Wir genossen einige Saunagänge und das Schwimmen im Pool. Um 15:00 verliessen wir den Bereich, checkten nun ein und genossen „ein Viertele“ Riesling (Tina) und zwei Hefeweizen (ich) im Innenhof des Hotels. Danach ging es aufs Zimmer und um kurz nach 17:00 Uhr holten wir den Koffer und das Beauty Case aus dem Auto und marschierten zum Flughafen, der direkt auf der anderen Straßenseite liegt. Natürlich waren wir die ersten, die in der Schlange zum Vorabend-Check-In standen, der erst um 18:00 öffnet, was wir wussten.

Das Procedere verlief etwas chaotisch und so schafften es zwei Rentnerpaare sich auch noch vorzudrängeln. Man kennt das ja und mein Spruch „Ich hab’s nicht so eilig, ich bin kein Rentner...“ wird stets zustimmend abgenickt, wenn ich ihn äußere. (Achtung böse: Vielleicht liegt das ja an der geringeren Lebenserwartung...). Allerdings schafften es diese Paare, soviel Wirbel durch Unkenntnis zu erzeugen, dass ihre Abfertigung ewig dauerte. Als wir als dritte drankamen, drehte ich zu der Schlange um und sagte „Und jetzt sehen Sie, wie das auch schneller gehen kann.“ Ich erntete zustimmendes Lächeln auf breiter Front.

Aber welch ein Irrtum: Nachdem das Beauty Case gewogen und auf dem Förderband entschwunden war, kam der Koffer dran. Die Waage zeigte 33,2 kg an. Aber es kam kein Gepäckstreifen aus dem Drucker. Das Mädel von der Abfertigung musste mehrfach telefonieren bis die Erleuchtung kam: Egal wieviel Freigepäck man hat, ein Gepäckstück allein darf nicht mehr als 32,0 kg wiegen. Wie wurde das Problem gelöst? Durch Handeingabe. Sie überschrieb das Gewicht der Waage mit 32,0 kg und schon kam der Streifen heraus. Nun telefonierte sie, ob auch mit unserem gebuchten Essen alles ok war. War es! Als wir vom Schalter wegtraten glaubte ich das Aufseufzen der Schlange zu hören, als es nun für sie auch einen Schritt weiter nach vorn ging. Unseren Koffer und das Beauty Case schmückte ein roter „Priority-Streifen“, der angeblich eine vorrangige Abfertigung sichern sollte. Ich glaubte an nichts...

Es ging zum Auto und wir fuhren ca. 10 Minuten zu einem China-Restaurant, wo wir auf der kleinen Terrasse lecker aßen. Mittlerweile hatten wir beide seit ca. 30 Stunden nichts mehr gegessen und reichlich Hunger.

Zurück ging es ins Hotel. Dort gab’s noch einen Abschlussdrink und für Tina 2 Kugeln Eis und dann ging es auch früh ins Bett,

 

 

29.5.2017 – Abflug nach Ägypten

 

Die Nacht war nicht so tolle. Statt die Klimaanlage einzuschalten, hatten wir uns entschlossen, das Fenster sehr weit zu öffnen. Erstens war es dadurch deutlich zu warm, was auch an den viel zu dicken Decken lag und andererseits beginnt der Flugverkehr in Hannover etwa um 03:00 Uhr morgens. Ok, beim nächsten Mal anders...

Um kurz vor 06:00 standen wir auf, marschierten durchs Badezimmer und hüllten uns in unsere Bademäntel. Der Hunger war nach dem üppigen Abendessen am Vortag viel zu gering (im Sinne von nicht vorhanden) um ein Frühstück für 21€ zu rechtfertigen. Kurz bei der Rezeption nachgefragt und wir bekamen einen leckeren Milchkaffee „für umme“.

Dann ging es wieder in den Wellnesbereich, den wir um 09:00 Uhr verließen. Nun machen wir uns für den Flug fertig. Das Gepäck, das hierbleibt, muss noch in mein Auto. Daher ist nun hier erst einmal Schluss...

Jetzt haben wir schon unsere erste Nacht in Ägypten geschlafen und bevor es zum Strand geht, hier der Nachtrag vom Vortag:

Auf dem Flughafen lief alles reibungslos außer bis zum Boarding. Dazu eine kurze Erklärung: Die vorderen 8 Sitzreihen im Flugzeug sind sogenannte „Premium Class“ Sitze. Nimmt man alles zusammen (50kg statt 40kg Freigepäck, Essen und Trinken – auch alkoholisches – für „umme“, keine Vorabend-Check-In-Gebühren, bessere Sitze mit mehr Beinfreiheit...) dann ist dies sogar günstiger, als würde man alles dazu buchen. Auch die die Premium-Reihen bestehen auf beiden Seiten aus je 3 Sitzen, allerdings bleibt der mittlere immer frei. Nun war es aber so, dass vom Vortag (??? Sonntags fliegt Condor gar nicht nach Hurghada! War es vielleicht Air Berlin?) 2 Reisende nicht mitgenommen werden konnten. Die sollten nun mit unserem Flieger mit. Da auch unser Flieger voll war, war es also nur möglich, diese auf einen freien Mittelsitz der Premium-Reihen zu setzen. Die ersten, die gefragt wurden, lehnten dies mit dem Hinweis, sie hätten ja für den freien Mittelsitz bezahlt, ab. Viel Telefoniererei und dann wurde das zweite Paar gefragt. Auch dies lehnte ab. Wieder wurde emsig telefoniert und die Zeit näherte sich langsam der Abflugzeit. Dann war das dritte Paar dran (wir hatten unsere Köpfe ganz tief eingezogen). Dem wurde nun mitgeteilt, dass Sie nun Pech hätten. Gefragt wurden sie nicht mehr, es wurde entschieden. Es müsse ja nun weitergehen. Ihr Protest wurde notiert. Nachdem 3 Personen mit Rollstühlen an Bord gebracht wurden, ging es dann auch für alle anderen an Bord und wir starteten mit 25 Minuten Verspätung.

Von dem Flug selbst ist nichts zu berichten außer, dass der Kapitän ziemlich Gas gab und wir nur mit 7 Minuten Verspätung landeten.

Ein Vorteil, in der ersten Reihe zu sitzen, ist der, dass man dann auch als erster draußen ist. Allerdings ging es diesmal mit dem Bus zum Flughafengebäude. Taktisch optimale Platzierung im Bus ließ uns wieder die ersten sein. Flugs hatten wir unsere Visa bezahlt (27,50€ pro Person) und wir waren als erste durch den Zoll. Als wir bei der Gepäckannahme ankamen, drehten sich unsere Koffer schon auf ihr. Also hatte „Priority“ hier auch was gebracht.

Zunächst war von unserem Abholer vom Hotel nichts zu sehen. Als wir das Flughafengebäude verließen, kam er uns dann entgegen. Wir mussten noch auf drei weitere Gäste warten und dann ging es ins Hotel. Mittlerweise war es dunkel geworden.

Im Hotel wurden wir mit großen Hallo begrüßt, erfrischten uns an der Bar und machten uns dann ans Auspacken, das eher Tina erledigte. Ich brachte dafür die ganze Elektronik auf Vordermann.

Nach einem kurzen Besuch des Restaurants, um dort noch eine Kleinigkeit zu essen, ging es erneut an die Bar und dann bald ins Bett. Wir waren doch ziemlich platt.

©  Olaf Goette 2008 - 2018