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3.6.2018 Tag 6: So’n Scheiss!


Gestern habe ich noch zu Tina gesagt, dass sie letztes Jahr am 11. Tag ihre Beschwerden hatte und sie noch durchhalten müsse, bis wir sicher wären, dass sie es dieses Jahr ohne schafft. Von wegen! Nun hatte sie die Nacht über Durchfall. Heute Morgen habe ich ihr erstmal Immodium gegeben und sie liegt wieder auf dem Bett. Mal sehen, wie es wird.

Bisher planen wir, dass ich wie gewohnt an den Strand gehe und sie nachkommt, denn das Wetter sieht richtig gut aus. Hier ein Blick von unserem Balkon um 06:15:

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Ich ging erst einmal allein an den Strand und Tina kam ca. 30  Mnuten später nach. Zuächst ging es ihr so einigermaßen aber dann nahmen die Scmerzen in der Brust wieder zu. Nach einer Schmerztablette ging es dann besser. Wir entschlossen uns, zu frühstücken, denn vielleicht würde das ja helfen. Wir versuchten es nochmals am Strand und dann ging es Tina aber wieder schlechter. Also entschieden wir uns ins Hotel zu gehen und den Doktor aufzusuchen. 

Seine Praxis war geöffnet, zwei Doktoren waren anwesend und hatten nichts zu tun. Also kam Tina gleich dran. Sie untersuchten sie, meinten aber, dass ein Besuch im Krankenhaus wegen der Stärke der Schmerzen angebracht sei. Um 09:50 riefen einen Krankenwagen, der 25 Minuten später eintreffen sollte. Schnell ging es nochmals auf Zimmer und wir zogen normale Kleidung an. Ich raffte die Dokumente zusammen, die mir genannt worden waren.

Der Krankenwagen war pünktlich da, entpuppte sich aber als ein normaler Kleinwagen der Klinik, wo wir nach einer Fahrt von ca. 20 Minuten ankamen.

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Bei dem „ Aseel Medical Care" Krankenhaus (AMC) handelt es sich um eine kleine Privatklinik, die aber mit allem ausgestattet ist, was man so kennt. Auch ein CT gehört dazu.

Wir wurden in die Notaufnahme gebracht und schon lag Tina auf einem der Betten dort. Jede Menge Personal schwirrte herum, zeitweise waren es 6 Personen, die sich um sie kümmerten. Eine Ärztin untersuchte sie, dann wurde Blut fürs Labor abgenommen und eine Kanüle gesetzt.

Zwischenzeitlich erfuhr ich, was ich alles nicht dabei hatte. Teilweise war mir auch nicht klar, wozu das gut sein sollte. Wenn ich doch bezahlen würde, was interessierte die dann meine Auslandskrankenversicherung? Und dort riefen sie tatsächlich auch unter den Notrufnummer an. Zum Glück habe ich ja alles in meiner DropBox und konnte so von meinem iPhone aus auf alles zugreifen. Auch ich sprach noch kurz mit dem Versicherungsfritzen, der bestätigte, dass die Versicherung nachVorlage der Rechnungen alles zurückerstatten würde.

Dann ging es mit Tina auf die Station. Diese hatte 6 Zimmer mit max. 12 Betten, aber 5 Schwestern machten hier gleichzeitig Dienst. Im ersten Zimmer verdaddelte ich die Klimaanlage so, dass auch die Schwester sie nicht mehr bedienen konnte und schon ging es auf ein anderes Zimmer.

Dort wurde Tina ein Tropf angeschlossen (1. Flüssigkeit, 2. Mittel gegen Durchfall und 3. Mittel gegen die schmerzhaften Krämpfe in der Brust und im Rücken).

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Und nun schleppte sich die Zeit dahin. Ich hatte nichts zu lesen dabei und kam erst Stunden später auf die gloreiche Idee, das eBook, das ich gerade lese, aus der DropBox auf mein Handy zu laden. 

Diese kleine Klinik hat sogar eine „Gästebetreuung“. Es war eine Deutsche, die sich um Tina kümmerte und eine Menge unserer Fragen beantwortete. Auch sie hatte keinen Tipp, wo diese Tinas Beschwerden, die sie ja stets einmal im Urlaub hat, herkommen. Mittlerweile haben wir soviel bedacht und auch ausgeschlossen. Eigentlich bleibt nur noch der Klimawechsel übrig. Und wollen wir richtig heißes Wetter in unserem Urlaub mit stetiger Sonne und geringer Luftfeuchtigkeit, dann besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass Tina diese Beschwerden auch an anderen Orten, auf die aber diese Klimabedingungen zutreffen, auftreten würden.

Tina ging es mittlerweile deutlich besser, aber es dauerte noch eine Ewigkeit, bis die Rechnung (rund € 850) geschrieben war und wir die Medikamente für die nächsten Tage überreicht bekamen. Wir hatten von dem gereichten Abendbrot etwas gegessen und es war schon kurz nach 20:00, als uns der Wagen nun endlich wieder zum Hotel brachte. Er versuchte noch, etwas „Privatkohle“ zu machen, indem er eine Sightseeing-Tour anbot. Dies lehnten wir zu seinem deutlich spürbaren Missvergnügen ab.

Im Hotel angekommen, ging es gleich aufs Zimmer und ins Bett.

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Als sie wusste, dass es bald wieder zum Hotel geht…


©  Olaf Goette 2008 - 2018