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4.6.2018 Tag 7: Mit Tina geht es aufwärts


Die Nacht verlief ohne Probleme und wir waren um kurz vor 06:00 wach. Tina fühlt sich noch etwas schwach und auch der Druck auf der Brust ist noch nicht vollständig weg. Sie wird wohl erst etwas später an den Strand nachkommen. 

Dann änderten wir unsere Planung doch etwas. Ich ging um 07:20 allein zum Frühstück. Schnell verputze ich 3 gedrehte Spiegeleier auf zwei Scheiben eines vorher getoasteten und leicht süßen Weißbrot, auf das ich noch einige Scheiben Rinderschinken gelegt hatte. Das war wirklich sehr lecker. Dann bereitete ich für Tina wunschgemäß zwei kleine Laugenbrötchen mit dem Schmelzkäse, den sie so gerne mag, zu und brachte ihr das aufs Zimmer. Um kurz vor 08:00 marschierte ich mit allen Utensilien allein an den Strand.

Unsere Liegen waren noch frei - das war ja schon einmal ein guter Anfang. Tina kam um etwa 09:00 nach. Diesmal legte sie sich komplett in den Schatten des Sonnenschirms, unter dem ich ja die ganze Zeit liege und trotzdem braun werde. Am meisten machen ihr jetzt Nackenschmerzen zu schaffen. Als sie wieder einmal Durchfall hatte, marschierte sie aufs Zimmer, weil ich dieses Mittel nicht mitgenommen hatte. Bald war sie wieder am Strand. 

Als ich so gegen 11:00 das erste Mal baden wollte, kam sie mit bis ans Ufer, setzte dann aber vernünftigerweise noch einmal aus. Um kurz vor 12:00 gingen wir zum Beach-Restaurant. Die Suppe heute, Meeresfrüchte mit ganzen Krebspanzern inclusive Beinchen war nichts für sie. Naja, meine Lieblingssuppe war das auch nicht, aber ich aß sie. Tina hatte sich 2 kleine Frühlingsrollen mit Reis auf ihren Teller geladen. Ehad hat eine Flasche Maggi versteckt und die lies ich mir wieder geben. So schmeckte ihr das richtig lecker. Danach ging’s wieder zu den Liegen und ich machte mein Mittagsschläfchen. 

Mittlerweile geht es mit Tina weiter bergauf. Bei dem einen Durchfall heute ist es (bisher - toi toi toi) geblieben und die Schmerzen in der Brust sind extrem abgeklungen. Der Nacken schmerzt aber noch weiter und sie kann nur schwer den Kopf bewegen. Um etwas gegen die Schmerzen zu tun, brachen wir schon um 15:20 wieder vom Strand auf. Als wir auf dem Zimmer waren, habe ich ihr Paracetamol gegeben und das hat gleich zu einer Linderung geführt. 

Nun schreibe ich an diesem Blog, Tina hat unsere Badesachen wie jeden Tag ausgewaschen. Es ist mal gerade ein Drittel unseres Urlaubs vorbei und schon meldete sie „Waschmittel alle!“ Naja, mit Reingungsmitteln sparsam umzugehen, ist nicht gerade ihre Kernkompetenz. Nun pflegt sich im Bad. Ich höre es im Hintergrund plätschern…

Unser Abend wird ohne Höhepunkte verlaufen. Vielleicht noch eine Kleinigkeit essen (heute ist italienischer Abend und daher sollte es eine Minestrone geben) und bestimmt noch etwas an der Bar trinken. Ehad empfahl auch Tina einen Ouzo, da Anis gut für den Magen ist. Ich wusste nicht, dass ich jeden Abend etwas für meinen Magen tue...

Wir standen um kurz nach 18:00 vor dem Tamarind Hauptrestaurant und mussten feststellen, dass es im Sommer erst um 18:30 öffnet. Was tun? Wieder an die Bar, von der wir gerade gekommen waren? Das wollten wir nicht. Tina schlug vor, auf einer Bank am Weg draußen so lange zu warten. Kaum hatten wir uns hingesetzt, da lief auch schon Ehad an uns vorbei. Wir sagten, dass wir auf die Öffnung des Tamarind warteten und er meinte, wir sollten doch mit ins Alexanders kommen. Er würde für Tina eine leichte, klare Gemüsesuppe kochen und als Hauptgang auch nur was mit Gemüse zubereiten lassen.

Die Gemüsesuppe, wieder mit ein paar Tropfen Maggi verfeinert, schmeckte Tina prima und ich genoß die Champignon-Steinpilz-Cremesuppe. Auch das Gemüse danach schmeckte Tina sehr gut, auch wenn es mit fünf kleinen Kalbskoteletts (jeweils ein Bissen - also kleiner als Lammkoteletts) garniert war. Vier davon schob sie zu mir rüber. Mir schmeckten sie deutlich besser als die ersten, denn es war viel weniger Thymian dran und man schmeckte auch das Fleisch. Ich selbst hatte ein Rinderfilet, das auch sehr lecker war.

Ziemlich müde (wovon eigentlich?) ging es zurück aufs Zimmer und ins Bett.


©  Olaf Goette 2008 - 2018