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26.7.2019 Tag 25: Strand, Friseur, Fußnägel

Ich denke mal, dass wie in jedem Urlaub nun meine Einträge kürzer werden, da die eigentlichen Attraktionen bereits hinter uns liegen und die „normale Urlaubsroutine“ schon mehrfach hier besprochen wurde.

Der Vormittag war wieder ein herrlicher Strandtag. Allerdings hat Tina sich vom Speed Boat gestern Ohrenschmerzen eingehandelt. Ich bin daher vor dem Mittagessen aufs Zimmer gegangen und habe Schmerztabletten und Watte für einen Ohrenstopf mitgebracht. Beides scheint zu wirken, denn die Schmerzen sind fast weg. Nun hoffen wir mal auf die Nacht und dass sie morgen dann ganz weg sind.

Unser Koch hatte uns heute wieder gebackene Kalbsschnitzel zubereitet. Dazu gab es noch auf Tinas Wunsch gebratene Champignons, eine leckere Champignon-Creme-Sauce, etwas gegrilltes Gemüse und Reis. Wieder lecker! Wir haben nun mit ihm besprochen, was wir in den letzten Tagen essen möchten. Morgen macht er uns Piccata Milanese (ich bin mal gespannt, wie die sich von der unterscheidet, die ich so koche). Am Sonntag essen wir ja letztmalig abends im Sushi-Restaurant und daher bereitet er uns „nur" eine Ministrone zu. Am Montag, unserem Abreisetag, haben wir uns nochmals Wiener Backhendl gewünscht.

Nach dem Essen war dann für mich ein Mittagsschläfchen angesagt und um 15:30 Uhr gingen wir zurück auf unser Zimmer, denn um 16:00 Uhr hatte Tina ja Fußbehandlung und ich Friseur. Ich finde, er hat das nicht soooo schlecht gemacht:

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Nein, die Augenbrauen hat der Friseur nicht vergessen. Vorher sah ich aus wie weiland Theo Waigel!

Tinas Füße dauerten länger und daher ging ich schon einmal an die Bar. Kaum hatte ich mir dort meinen Ouzo bestellt, sah mich Mohammed. Wir kennen ihn schon seit Jahren, als er als Barkeeper begann. Nun ist er der Boss von allen Bars und dem Konferenzcenter. Also er sah mich und sagte laut aus ca. zehn Metern Entfernung „Du warst beim Friseur!“ Das war genau das, was ich hören wollte. Dann kam er zu mir und lies sich vom Barkeeper zwei kleine Schnapsgläser geben und eine neue Flasche sehr guten Muscatella-Grappa. Er schenkte beide Gläser ein und schaute mich erwartungsvoll an. Ich probierte und der Grappa war wirklich sehr gut. Wie sollte es nun weitergehen? Ich fragte, wozu das zweite Glas sei, da mir mittlerweile dämmerte, dass er als Mohammedaner ja keinen Alkohol trinkt. Er sagte „Für Tina“, aber die war doch noch nicht da. „Egal“, meinte er, „dann ist das für’s Zimmer.“ Und dem Barkeeper sagte er noch, dass ich diesen Grappa, der sonst nicht all-inclusive ist, ab jetzt „für umme“ haben könnte. Und damit war er verschwunden. Eine Frage war aber noch offen: Warum hatte er mir gerade einen Grappa und keinen Cognac oder Whiskey angeboten? Ich fragte den Barkeeper und erhielt als Antwort, ich würde doch manchmal im Alex nach dem Dinner einen Grappa trinken. Wie sich das so rumspricht! Ich glaube, das liegt nicht nur an unserem neuen Quadrat-VIP-Status (auf der Reservierung für 2020 steht „VIP^2“) sondern eher daran, dass wir hier einfach „die Netten“ sind, die dem Personal stets auf Augenhöhe entgegentreten.

Jetzt machen wir uns fertig, werden noch etwas Zeit an der Bar verbringen und dann geht es in die Heia..


©  Olaf Goette 2008 - 2019