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10.9.: 15. Tag - Gekko am Morgen bringt...


Auf dem kurzen Videoclip unten sieht man zunächst noch die Bewölkung am gestrigen Abend nach dem kurzen Staubsturm. Wir hatten bisher abends nie Bewölkung sondern nur Dunst. Aber heute morgen war das Wetter wie immer...

Ansonsten begann der heutige Tag für Tina mit einem ordentlichen Adrenalinstoß: Wie üblich holte sie am Morgen unsere Badesachen, die in der Nacht auf dem Balkon zum Trocknen gehangen hatten, herein, um unsere Badetasche zu packen. Pötzlich sprang ihr aus meiner Badehose etwas auf ihren Arm, krabbelte blitzschnell runter bis zur Hand und landete auf dem Marmorboden. Da lag es nun und sah aus wie ein lebloses Stück Holz. Doch weit gefehlt, das Vieh hatte nur die Lage gepeilt und gesehen, dass eine Schranktür nicht vollständig geschlossen war. Und in diesem Schrank verschand es dann wieder unglaublich schnell.

Nachdem wir uns von dem Schreck erholt hatten und ein Handtuch zum Fangen (wir planten, es über das Tier zu werfen) bereit hatten, leerten wir den Schrank Fach für Fach. Ich gebe gerne zu, dass wir dabei, obwohl das Tier doch mit ca. 10 cm Länge ziemlich klein war, ziemlichen Schiss hatten. Im letzten Fach hatte es sich in Tinas weißen Jeans verkochen, sprang aus dem Schrank und natürlich ging der Wurf mit dem Handtuch fehl. Mittlerweile war klar, dass es sich um einen Gekko handelte, der nun aber hinter unserem Sideboard verschwunden war. Ich rückte das Teil von der Wand und der Gekko verschwand unter der Kommode. Da wir gerade einen vom Servicepersonal vor der Tür hörten, bat Tina diesen (in der Not in perfektem Englisch) um Hilfe. Der Gekko war mittlerweile auf unsere Koffer gesprungen und fand das Ganze wohl ziemlich lustig. Dann machte er jedoch den Fehler und sprang seitlich an den Papierkorb. Der Servicemann nahm den ganzen Papierkorb (mit Gekko) und brachte ihn vor die Tür. Ich lies mir von Tina schnell die Videocamera geben und filmte ihn dann vor unserer Tür. Wie man an seinem nur noch als Stummel vorhandenen Schwanz sieht, müssen ähnliche Erlebnisse für ihn deutlich schlechter ausgegangen sein...

Dann machten wir uns auf zum Pool und berichteten Reto - das ist der Mann "unseres" Schweizer Paares - stolz von unserer Großwildsafari. Seine Frau Andrea kam auch bald - sie schläft meist etwas länger - und die beiden gingen zum Frühstück. Für Tina brachte Andrea zwei Äpfel mit, von denen sie einen sofort verspeiste. Den anderen legte sie auf das kleine Tischchen zwischen unsere Liegen.

Nach einigen Poolaufenthalten, die bei über 41°C wieder mehr als nötig waren, berichteten die Schweizer, dass sie am Ende unseres Geländes bei den Steinen Krebse gesehen hätten. Also gingen wir da auch hin. Allerdings ist das mit den Viechern so eine Sache: Wenn sie da ganz ruhig sitzen, dann sieht man sie nicht. Und wenn man sie sieht, dann sausen sie so schnell weg und verstecken sich entweder unter einem Stein oder vergraben sich, dass man sie nicht auf das Video bekommt. Deshalb nur ein ganz kurzer Clip davon:


Als wir vom Krebsefilmen wieder zurück waren, hatte sich die Situation auf unserem Beistelltisch ziemlich verändert. Der Apfel war nur noch zu einem Viertel vorhanden und lag auf dem Boden. Die Krähe sass auf dem Kopfende meiner Liege und fand es überhaupt nicht gut, dass wir so früh schon wieder zurück waren. Keine Ahnung, was sie vor Tinas Apfel gefressen hatte, bekommen war es ihr jedenfalls nicht und sie hatte unser Beistelltischchen und auch meine Liege ziemlich vollgeschissen. Ok, wir lernen daraus: Alles Essbare wird küftig verstaut…


Nachbemerkung

Am Abend hatten wir uns mit unseren Schweizern, Reto und Andrea, zum Teppanyaki verabredet. Es war eine rundherum gelungene Show. Wir haben nicht nur sehr viel gelacht, sondern es hat auch noch tierisch gut geschmeckt. Hier ein etwas längeres Video dazu:



Und was gab es zu Essen: Als erstes ein paar Erbsen mit schwarzem Salz. Ich fand die Schote fürchterlich faserig, aber das lag daran, dass die Erbsen aus den Schoten herausgepult werden sollten. Dann aßen wir alle köstliche Hähnchenspieße. Danach gab es eine ziemlich scharfe Suppe mit Hähnchen und Garneeleneinlage, die mir köstlich schmeckte, aber nicht jedermanns Sache war. Die Hauptgänge haben die Pärchen sich jeweils geteilt: Reto und Andrea aßen Hühnchen bzw. Hünchen mit Garneelen und Tina und ich teilten uns ebenfalls Hähnchen mit Garneelen und Hummer. Also bekam jeder als ersten Teil Hähnchen mit Garneelen und als zweiten die Hälfte von dem anderen Gericht. Dazu gab es den besten Bratreis, den wir jemals gegessen haben. (Das Zielschießen mit Teilen des Omeletts ging allerdings daneben. Am besten klappte es noch bei Reto: Er bekam es zwar nicht in den Mund aber immerhin an die Stirn!) Auch der Nachtisch, der aus teilweise frischem, teilweise gebratenem Obst, Vanilleeis und einem heißen Schaum bestand, war absolute Spitze. Zuvor waren die Teller liebevoll dekoriert worden.

Nach gut 90 Minuten waren wir satt, hatten viel gelacht und steuererten nun noch kurz die Bar an. Ich überredete Reto zu einem kleinen japanischen Bier "Kirin Ichiban". Das war eine Erfahrung! Normales, helles Bier unterschied sich bisher für mich immer nur in Nuancen. Dieses schmeckte absolut anders - nämlich grauenvoll! Ich brachte es schnell zum Tresen zurück und bestellte zwei "Tiger" aus Singapur, um ganz schnell den ekelhaften Geschmack loszuwerden. 

Ziemlich bald ging es dann zurück zum Zimmer und ins Bett.


©  Olaf Goette 2008 - 2018